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Die Spürnasen und der wandernde Blätterhaufen

6 bis 8 Jahre · Mittel · Spannung · von Camillo · 🎧 1× angehört

Folge 6 · Serie „Die Spürnasen von der Bushaltestelle"

Am Montag kurz vor acht lag neben der Bank ein Haufen Blätter. Am Dienstag lag er drei Schritte weiter, direkt vor der Hecke.

Nora schob ihre Mütze aus der Stirn. "Das ist ein Fall", sagte sie.

Ben klappte sein Heft auf. "Montag: Haufen bei der Bank. Dienstag: Haufen bei der Hecke. Dazwischen eine Spur aus Blättern."

Tim zog die Schultern hoch. "Ein wandernder Haufen! Ein Haufen, der läuft! Das reimt sich fast auf Schaufel."

"Wir beobachten", sagte Nora.

Lina bückte sich und zählte. "Sieben Blätter liegen in einer Reihe. Wie kleine Fußstapfen."

Zwieback schnupperte am Zaun und wedelte. Dann kam der Bus, und der Fall musste warten.

Am Mittwoch stand Herr Groll auf seinem Hof und fegte. Sein Besen kratzte über die Steine. Seine Stimme war so tief, dass die Pfützen zitterten.

"Morgen, ihr Spürnasen", brummte er.

Ben schrieb mit. "Verdächtiger hat einen Besen. Verdächtiger schiebt Blätter."

"Er fegt sie zu uns herüber", flüsterte Tim. "Heimlich. Nachts. Im Schlafanzug."

Nora beobachtete genau. Herr Groll fegte nach links, immer nach links, in seine Tonne. Kein einziges Blatt flog über die Mauer.

"Falsche Fährte", sagte Nora. "Wir brauchen eine Falle."

Lina holte ihren Glitzerstift heraus. Sie malte auf zwölf Blätter einen glitzernden Punkt. Dann legten die Kinder die Blätter ordentlich auf den Haufen.

"Morgen sehen wir, wohin sie wandern", sagte Lina.

Am Donnerstag lag der Haufen fast am Geräteschuppen. Die Glitzerpunkte funkelten in der Morgensonne.

"Wir teilen uns", sagte Nora. "Ben und ich zur Hecke. Lina und Tim zum Schuppen."

Tim ging ganz langsam. Er schaute nach oben, ob dort ein Riese wartete. Hinter ihm bewegte sich etwas Braunes am Boden. Es war klein und rund und trug ein Blatt im Maul. Tim sah es nicht. Es verschwand unter dem Schuppen.

"Alles ruhig", meldete Tim. "Gefahr null. Ich glaube."

Dann trat er gegen die Schuppentür, und die Tür ging auf. Tim stolperte hinein. Der Wind drückte die Tür wieder zu.

"Ich bin gefangen!", rief Tim. "Für immer! Bis ich alt bin und Marmelade im Bart habe!"

Lina zog am Griff, und die Tür sprang auf.

"Du warst elf Sekunden drin", sagte sie freundlich.

Herr Groll kam mit seinem Besen um die Ecke. "Was ist hier los?"

"Der Haufen wandert", sagte Nora. "Und die Spur endet unter Ihrem Schuppen."

Herr Groll hob den Besen. "Dann räume ich den Kram jetzt in die Tonne."

"Nein!", riefen alle vier gleichzeitig. Zwieback bellte zur Warnung.

Nora kniete sich hin und schaute unter die Bretter. Zwischen dem Laub steckte eine kleine, graubraune Kugel mit Stacheln. Sie atmete ganz langsam.

"Ein Igel", flüsterte Nora.

Herr Groll stellte den Besen weg. Er wurde ganz leise, so leise, wie eine tiefe Stimme nur sein kann.

"Der baut sein Winternest", brummte er. "Igel sammeln Laub im Maul und schieben es mit der Nase. Darin schlafen sie bis zum Frühling. Ihr Herz schlägt dann ganz langsam."

Ben schrieb es auf. "Also war es kein Dieb. Es war ein Bauarbeiter."

"Ein Bauarbeiter mit Stacheln", sagte Tim. "Igel, Ziegel, Spiegel. Das reimt sich alles."

Herr Groll suchte ein Brett und einen Stift. Er schrieb darauf: Bitte hier nicht fegen. Igel

Diese Geschichte wurde von künstlicher Intelligenz erstellt. Bitte lies sie vor dem Vorlesen kurz an.

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