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Nemo und die Pferdeäpfel-Maschine

6 bis 8 Jahre · Mittel · Lustig · von Camillo

Folge 7 · Serie „Nemo und der komische Erfinder"

In der Garage von Oftokalkulus stand etwas Neues. Es war grün, rund und hatte einen Trichter oben drauf.

"Nemo, mein Freund!", rief Oftokalkulus. Seine Schutzbrille rutschte ihm fast von der Nase. "Das ist die Mist-macht-Gold-Maschine."

"Macht die aus Mist echtes Gold?", fragte Nemo.

"Besser", murmelte der Erfinder. "Sie macht daraus Blumenerde. Pferdemist ist der beste Dünger der Welt."

Über den Zaun schaute Frau Zwicker, die Nachbarin. Sie hatte ein Rosenbeet, in dem jedes Blatt gerade gewachsen war. Sogar ihre Gartenschere lag immer im rechten Winkel.

"Erde aus Mist", sagte sie. "Hoffentlich riecht das nicht bis zu mir herüber."

"Nur eine Prise", murmelte Oftokalkulus. "Sieben Schaufeln mal drei Umdrehungen, geteilt durch Sonntag."

Was jetzt kam, war nicht böse gemeint. Nemo wollte nur helfen.

"Wirf schon mal eine Handvoll Pferdeäpfel hinein", rief Oftokalkulus aus dem Schrank.

Nemo suchte Pferdeäpfel. Er fand keine. Aber auf der Werkbank lag eine Schale mit echten Äpfeln. Also warf Nemo drei Äpfel in den Trichter und drückte den grünen Knopf.

Die Maschine rumpelte. Aus dem Rohr spritzte warmes, braunes Apfelmus über den Zaun, mitten auf Frau Zwickers Gartentisch.

Frau Zwicker roch daran. "Das riecht ja wie Dessert."

"Pferdeäpfel sind keine Äpfel", seufzte Oftokalkulus. "Pferdeäpfel sind das, was hinten aus dem Pferd kommt."

"Oh", sagte Nemo. "Dann heissen die aber komisch."

Sie holten einen Eimer echten Mist vom Bauernhof nebenan. Das Pferd hiess Muffin und kaute freundlich.

"Jetzt muss die Maschine kurz durchschnaufen", murmelte Oftokalkulus. "Rechne ich mit vier Minuten."

Nemo hörte das Wort schnaufen. Am Rohr sass ein kleines Ventil mit der Aufschrift Luft. Nemo dachte: Wer schnaufen soll, braucht Luft. Also drehte er das Ventil auf.

Pffffff! Eine braune Staubwolke stieg auf. Sie schwebte über den Zaun und legte sich sanft auf Frau Zwickers Sonntagshut.

Frau Zwicker stand ganz still. Auf ihrem Hut lag Mistpulver wie Puderzucker.

"Ich glaube", sagte sie langsam, "ich bin gedüngt worden."

Nemo presste die Lippen zusammen. Lachen wäre unhöflich. Aber es rutschte ihm trotzdem eins heraus.

Oftokalkulus klopfte den Hut aus und murmelte: "Was stinkt, das düngt. Was düngt, das blüht."

"Was blüht, das schmutzt", sagte Frau Zwicker streng. "Dritter Versuch. Und dann räumt ihr auf."

Beim dritten Mal war Nemo ganz vorsichtig. Er warf nichts hinein. Er drehte nichts auf. Er stand nur da und schaute.

Und weil er schaute, sah er etwas.

Der dicke Schlauch hinten an der Maschine rutschte. Ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter, drehte er sich zum Zaun. Genau auf das Rosenbeet zu.

Oftokalkulus sah es nicht. Er rechnete mit dem Rücken zur Maschine.

"Halt!", rief Nemo. Er sprang zum roten Knopf und drückte fest zu.

Die Maschine machte tschock und stand still. Aus dem Schlauch tropfte es nur noch leise auf die Rosen.

"Nemo, mein Freund!", rief Oftokalkulus. "Du hast schneller reagiert als meine Rechnung."

Frau Zwicker schaute auf ihr Beet. Auf der Erde lag eine dunkle, warme Schicht.

"Das ist jetzt genau richtig", sagte Oftokalkulus zufrieden. "Mist wärmt den Boden. Regenwürmer machen daraus Erde. Rosen lieben das."

"Trotzdem", sagte Frau Zwicker. "Strafe ist Strafe."

Die Strafe war gemütlich. Nemo musste mit einer Bürste die Maschine schrubben. Frau Zwicker hielt den Eimer. Oftokalkulus reichte Lappen und murmelte Zahlen dazu.

"Zwei Bürsten mal zehn Minuten, minus ein Lachen", sagte er.

"Warum minus ein Lachen?", fragte Nemo.

"Weil eins schon weg ist", sagte Frau Zwicker. Und dann lachte sie doch.

Danach gab es Sirup auf ihrer Terrasse. Der Gartentisch war wieder sauber. Der Hut hing zum Lüften am Ast.

"Nemo", sagte Frau Zwicker, "du hast gute Augen."

Sie holte etwas aus dem Schuppen. Es war eine kleine Gartenschaufel mit rotem Griff.

"Die gehört jetzt dir. Damit gräbst du bei mir mit. Aber nur, wenn deine Eltern es wissen."

"Die freuen sich bestimmt", sagte Nemo stolz. "Mama will schon lange bessere Erde."

Drei Wochen später blühten Frau Zwickers Rosen so gross wie Suppenteller. Die ganze Strasse kam schauen.

"Was ist Ihr Geheimnis?", fragte jemand.

Frau Zwicker richtete ihren Hut. "Eine Maschine, ein Erfinder und ein Junge mit guten Augen."

Und ganz leise fügte sie hinzu: "Und ein bisschen Mist. Aber das erzähle ich nicht jedem."

Diese Geschichte wurde von künstlicher Intelligenz erstellt. Bitte lies sie vor dem Vorlesen kurz an.

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