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Der Fall der grauen Kügelchen

6 bis 8 Jahre · Lang · Spannung · von Camillo · 🎧 1× angehört

Folge 7 · Serie „Die Spürnasen von der Bushaltestelle"

Am Montag kurz vor acht setzte sich Tim auf die Bank und sprang sofort wieder hoch.

"Ich bin beschmutzt!", rief er. "Für immer!"

An seinem Ärmel klebte ein kleines graubraunes Kügelchen, hart wie ein Bonbon.

Nora schob ihre Mütze zurecht und sah auf die Bank. Dort lagen noch mehr davon, elf Stück, in einer krummen Reihe.

"Das ist ein Fall", sagte Nora. "Wir beobachten."

Ben klappte sein Heft auf. "Montag. Bank. Elf Kügelchen. Farbe: wie nasse Erde. Geruch: keiner."

Lina rieb eines zwischen den Fingern. "Das ist Lehm. Innen noch ein bisschen feucht."

Zwieback schnupperte an der Bank und nieste. Ganz oben aber, im Winkel unter dem Dach des Wartehäuschens, klebte ein kleiner brauner Bogen. Er war schon etwas breiter als am Freitag. Niemand von den vieren schaute nach oben.

Der Bus kam pünktlich. Ben schrieb noch schnell: "Fall offen."

Am Dienstag lagen die Kügelchen wieder da. Diesmal waren es siebzehn.

"Wir müssen die Sache im Auge behalten", sagte Nora.

Tim zog die Schultern hoch. "In welchem Auge? Ich habe zwei. Passt sie in beide?"

"Beide reichen", sagte Lina freundlich.

Ben zeigte mit dem Stift über den Zaun. "Verdächtig ist Herr Groll. Er hat einen Eimer."

Und wirklich: Auf dem Hof stand Herr Groll an seiner Mauer. Neben ihm ein Eimer mit grauem Brei. Mit einer Kelle strich er den Brei zwischen die Steine. Von der Kelle fielen kleine Klümpchen zu Boden. Graubraune Klümpchen.

"Das ist er", flüsterte Ben. "Gleiche Farbe. Gleiche Grösse."

"Groll mit dem Eimer, Groll mit dem Reimer", murmelte Tim. "Das reimt sich fast."

"Gar nicht", sagte Lina.

Nora hob die Hand. "Wir teilen uns. Ben und ich beobachten die Mauer. Lina und Tim beobachten die Bank."

Sie beobachteten sieben Minuten lang. Herr Groll strich, brummte und trug seinen Eimer in den Geräteschuppen. Auf die Bank kam kein einziges Kügelchen. Aber als der Bus einfuhr, sah Lina etwas Dunkles über das Dach schiessen. Es war schnell wie ein geworfener Handschuh.

"Da war was", sagte sie.

"Wo?", fragte Tim.

"Weg", sagte Lina.

Am Mittwoch stellten sie eine Falle. Das war Noras Idee.

"Wenn jemand kommt, macht er Spuren", sagte sie. "Wir brauchen weichen Boden."

Neben der Hecke war die Pfütze vom Regen. Lina glättete den Rand mit der Hand. Ben streute feinen Sand darüber, dünn wie Puderzucker. Tim holte seinen Teelöffel aus der Jackentasche, den er seit dem allerersten Fall behielt, und zog eine gerade Linie.

"Betreten verboten", sagte er streng zur Pfütze. "Ausser für Täter."

Dann warteten sie hinter dem Zaun, ganz still. Zwieback legte den Kopf auf Noras Schuh.

Nach vier Minuten war es so weit. Ben zählte leise mit. Etwas landete an der Pfütze, tippelte, pickte und war wieder fort.

Sie stürmten hin. Im Sand standen winzige Abdrücke. Drei Zehen nach vorn, eine nach hinten.

"Keine Pfoten", sagte Ben. "Vogelfüsse."

"Und guckt", sagte Lina. "Am Rand fehlt Lehm. Da hat jemand etwas weggenommen."

Nora nickte langsam. "Herr Groll ist unschuldig. Der Täter fliegt."

"Ein fliegender Täter", jammerte Tim. "Der kann überall sein. Sogar in meiner Kapuze."

Lina schaute in seine Kapuze. "Da ist nur ein Brötchenkrümel."

Am Donnerstag kam die Sache mit dem Schuppen.

Tim wollte beweisen, dass er kein bisschen ängstlich war. Deshalb schlich er über den Hof, um durch das Schuppenfenster den Eimer zu untersuchen. Die Tür stand offen. Tim ging hinein. Ein Windstoss fuhr über den Hof, und die Tür fiel mit einem satten Klack zu.

"Ich bin gefangen!", rief Tim. "Für immer und drei Tage!"

"Bleib ruhig", rief Nora. "Wir holen Herrn Groll."

Zwieback bellte zweimal, kurz und laut. Schon kam Herr Groll mit dem Besen um die Ecke. Er zog den Riegel zurück, und die Tür ging auf.

"Die klemmt bei Wind", brummte er mit seiner sehr tiefen Stimme. "Ist alles heil?"

Lina schaute auf ihre Uhr. "Du warst siebenundzwanzig Sekunden drin."

"Es fühlte sich an wie ein Winter", sagte Tim würd

Diese Geschichte wurde von künstlicher Intelligenz erstellt. Bitte lies sie vor dem Vorlesen kurz an.

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