← Zurück zur Bibliothek

Nemo und die wirbelnde Drachenmaschine

6 bis 8 Jahre · Mittel · Abenteuer · von Camillo · 🎧 1× angehört

Folge 6 · Serie „Nemo und der komische Erfinder"

An diesem Nachmittag rannte Nemo so schnell er konnte zur Garage von Oftokalkulus. Die Sonne schien, und ein leichter Wind wehte durch die Strasse. Das war genau das richtige Wetter für Drachen, dachte Nemo.

Als er die Garagentür öffnete, sah er Oftokalkulus mitten in einem Berg aus buntem Papier, Holzstäben und Schnur stehen. Seine viel zu grosse Schutzbrille rutschte ihm fast von der Nase, und seine Haare standen wilder ab als sonst.

„Nemo, mein Freund!“, rief Oftokalkulus und breitete die Arme aus. „Komm her, komm her! Ich habe die perfekte Maschine für so einen Tag gebaut. Eine Drachenbau-Maschine!“

Nemo staunte. Vor ihm stand ein grosser Kasten mit vielen kleinen Zahnrädern, einem Trichter oben und einer Öffnung an der Seite, aus der ein fertiger Drachen herauskommen sollte.

„Man wirft Papier, Stäbe und Schnur hinein“, erklärte Oftokalkulus und murmelte dabei leise Zahlen vor sich hin, „und die Maschine faltet, klebt und bindet alles zusammen. In wenigen Sekunden ein fertiger Drachen. Praktisch, oder?“

„Das ist grossartig!“, rief Nemo begeistert. „Dürfen wir sie ausprobieren?“

„Aber natürlich! Du kennst ja die Regel: Nur ich bediene die Maschine. Aber du, Nemo, du darfst den grünen Knopf drücken, wenn wir bereit sind.“

Gemeinsam füllten sie den Trichter mit rotem und gelbem Papier, dünnen Holzstäben und einer langen Schnurrolle. Oftokalkulus prüfte noch einmal alle Kabel, nickte zufrieden und sagte: „Bereit, mein Freund!“

Nemo drückte stolz auf den grünen Knopf.

Zuerst passierte genau das, was sie erwartet hatten. Die Maschine surrte, faltete das Papier, klebte die Stäbe fest und band die Schnur an. Nach wenigen Sekunden flog ein wunderschöner roter Drachen aus der Öffnung und segelte sanft zu Boden.

„Es funktioniert!“, jubelte Nemo.

Aber dann wurde die Maschine plötzlich schneller. Viel schneller. Ein Drachen nach dem anderen schoss aus der Öffnung, einer nach dem anderen, immer schneller und schneller. Bald surrten gelbe, rote und blaue Drachen kreuz und quer durch die Garage, prallten gegen Regale, wirbelten um die Werkbank und blieben an den Lampen hängen.

„Oje, oje!“, murmelte Oftokalkulus und tippte hektisch auf Knöpfe. „Ich glaube, ich habe den Wind-Wert zu hoch eingestellt! Die Maschine denkt, es ist ein Sturm!“

Ein Drachen sauste knapp an Nemos Kopf vorbei. Ein anderer wickelte sich um ein Regal mit Schrauben, sodass Schräubchen über den Boden rollten. Nemo duckte sich und sah, wie ein dritter Drachen direkt auf die grosse Werkzeugkiste zusteuerte.

„Oftokalkulus! Es wird zu wild!“, rief Nemo.

„Der rote Knopf, Nemo! Schnell!“, rief Oftokalkulus zurück, während er selbst versuchte, einen fliegenden Drachen mit den Händen einzufangen, aber immer wieder danebengriff.

Nemo zögerte keine Sekunde. Er sprang zur Wand, wo der rote Knopf leuchtete, und drückte fest darauf.

Sofort wurde es still. Die Zahnräder hielten an, die Drachen segelten langsam zu Boden, und ein letztes Blatt buntes Papier flatterte gemütlich herunter wie eine Feder.

Für einen Moment war es ganz ruhig in der Garage. Dann lachte Oftokalkulus und wischte sich über die Stirn. „Puh! Das war ein ordentlicher Wirbelwind, was? Gut gemacht, Nemo!“

„Was war denn los?“, fragte Nemo und sah sich in der Garage um, die jetzt aussah wie ein bunter Drachenwald.

Oftokalkulus tippte auf ein kleines Rädchen an der Seite der Maschine. „Hier, siehst du? Dieses Rädchen bestimmt, wie stark der ‚Wind‘ in der Maschine ist. Ich habe versehentlich die höchste Stufe eingestellt. Kein Wunder, dass alles durcheinanderflog!“

Gemeinsam drehten sie das Rädchen zurück auf eine sanfte Stufe. Dann sammelten sie die vielen bunten Drachen ein, die überall in der Garage lagen, und stapelten sie ordentlich neben der Tür.

„Wollen wir es noch einmal versuchen?“, fragte Oftokalkulus und setzte seine Schutzbrille zurecht.

Nemo nickte begeistert.

Diesmal surrte die Maschine ruhig und gleichmässig, und ein einzelner, wunderschöner blauer Drachen glitt sanft heraus.

Sie nahmen ihn mit nach draussen, wo der Wind schon auf sie wartete. Nemo hielt die Schnur fest, lief ein paar Schritte, und der Drachen stieg hoch in den Himmel, ganz ruhig und friedlich, während die Sonne golden über der Strasse leuchtete.

„Siehst du, Nemo“, sagte Oftokalkulus zufrieden, „manchmal muss man den Wind erst zähmen, bevor man ihn geniessen kann.“

Und so standen die beiden noch lange da, sahen dem Drachen zu, wie er sanft über den Himmel tanzte, und freuten sich über einen weiteren gelungenen Tag in der Garage.

Diese Geschichte wurde von künstlicher Intelligenz erstellt. Bitte lies sie vor dem Vorlesen kurz an.

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Zum Kommentieren anmelden